Gleichstellungsbeauftragte Landkreis Stade

Anne Behrends

Tel.: +49 (0)4141 12 1005

2008: „Der richtige Standpunkt gegen Gewalt an Frauen“
Eine Kampagne des Netzwerkes Häusliche Gewalt im Landkreis

Der Bundesverband der Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe (bbf) hatte 2007 zu der Kampagne „Der richtige Standpunkt gegen Gewalt“ aufgerufen. Dabei ging es darum, die Öffentlichkeit für die Problematik ‚Gewalt gegen Frauen’ zu sensibilisieren. Schirmherrin für die Kampagne war die damalige Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Ursula von der Leyen. Neben den Gleichstellungsbeauftragten Ursula Reinke, damsls Stadt Buxtehude, und Anne Behrends, Landkreis Stade, machten auch viele andere Gleichstellungsbeauftragte aus den Kommunen des Landkreises mit.

Das Netzwerk Häusliche Gewalt im Landkreis Stade holte diese Aktion für 2008 in den Landkreis und startete damit seine zweite große Kampagne, die die Gewalt gegen Frauen ächten soll. Im Jahr 2005 war es die erfolgreiche Aktion „Gewalt kommt nicht in die Tüte!“

Worum ging es?

Es handelte sich bei der Kampagne „Der richtige Standpunkt gegen Gewalt an Frauen“ um eine Mitmachaktion. Bürger und Bürgerinnen im Landkreis Stade hatten die Möglichkeit, ihre Haltung zum Thema Gewalt gegen Frauen deutlich zu machen, indem sie sich mit einem Satz oder einem Spruch gegen die häusliche Gewalt fotografieren ließen. So entstand eine Reihe von zirka 30 Bildern von mehr oder weniger prominenten Personen aus dem gesamten Kreisgebiet, die auf diese Weise die Gewalt gegen Frauen ächten ein Ende setzen wollten.

Ziel der Kampagne war es außerdem, das so genannte Wegweisungsgesetz aus dem Jahr 2002 immer wieder öffentlich zu thematisieren und das gesamte Thema häusliche Gewalt aus dem Tabubereich herauszuholen. Betroffenen Frauen wurde Mut gemacht, sich nicht isolieren zu lassen und stattdessen mit viel Mut einen Weg zu finden, aus der Gewaltspirale herauszukommen.

Die aus der Kampagne entstandenen Fotos wurden in einer gleichnamigen Ausstellung, die in mehreren Städten und Gemeinden gezeigt wurde, zusammengestellt. Die Bilder wurden von der Fotografin Astrid Doerenbruch aus Buxtehude aufgenommen und auch für die Ausstellung bearbeitet.

Mehr als 60 Männer und Frauen äußerten sich mit einem ganz persönlichen Statement gegen die Gewalt, die Frauen erleben, und ließen sich mit diesem Statement fotografieren. Vereinzelt waren es auch Gruppen von Menschen, aber auch der damalige Kreistag mit all seinen Abgeordneten bekannte sich zur Ablehnung der häuslicher Gewalt.

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